Thursday, December 06, 2007

Deutsche Nazis und italienische Separatisten lernen von schweizer Nationalisten

Die Schweizerische Volkspartei versteht es schon seit einigen Jahren, ihre nationalistische Position in kernigen Plakaten auf den Punkt zu bringen, die weniger provokant als mehr unverblümt offen sind. Mit ihrer Kampagne gegen die «erleichterte Einbürgerung junger Ausländerinnen und Ausländer der zweiten Generation» hatte sie dabei im Jahr 2003 Erfolg. Ihr vorerst letzter Coup war ein Motiv, das (kriminelle) Ausländer nicht als gierig grabschende Langfinger darstellte, sondern als schwarzes Schaf.

Dieses Motiv hat inzwischen Schule gemacht. Die NPD übernahm das Motiv des blütenweißen Schafs, das seinen schwarzen Artgenossen in der deutschen Variante aus der No-go-Area kickt, verpasste ersterem jedoch noch ein befriedigtes Grinsen und zeigte letzteres mit schmerzhaft verzogenem Gesicht. Während die SVP es noch als leidige Aufgabe ansieht, ihr Land von bösen Ausländern zu säubern, können deutsche Nazis sich kaum etwas schöneres als Heimatsäuberung vorstellen.

Als Dritte im Bunde reiht sich nun die italienische Lega Nord ein. «Eine Lektion in Sachen Sicherheit aus dem Norden» will sie durch ihre Variante des Motivs erteilen, in der das Schweizerkreuz der Vorlage durch das Rad der Legisten ersetzt wurde – Symbol für das Endziel der Partei, den strukturell bessergestellten Norden vom Rest des Landes zu seperieren und als «Padanien» einen eigenständigen Staat zu gründen.